6. Moderne und bürgerfreundliche Stadtverwaltung

Gute öffentliche Leistungen können nur von einer gut aufgestellten öffentlichen Verwaltung erbracht werden. Wir schätzen die hohe Leistungsbereitschaft und -fähigkeit der über 5.000 Mitarbeiter*innen unserer Stadt und der vielen weiteren Beschäftigten der städtischen Unternehmen, die für die Kielerinnen und Kieler arbeiten. Sie leisten ihren Beitrag für eine bürgernahe Daseinsvorsorge.

Die Wertschätzung des städtischen Personals ist für uns selbstverständlich. Dazu gehören für uns angemessene Löhne und gute Arbeitsbedingungen sowie die Sicherung eines ausreichenden Ausbildungsplatzangebotes auch im Hinblick auf die Fachkräftesicherung. Wir wollen Vielfalt im Personal und Vorbild sein für die Wertschätzung jedes Individuums. Deswegen werden wir den Weg mit anonymisierten Bewerbungsverfahren weitergehen, damit Chancengerechtigkeit schon bei der Bewerbung beginnen kann.

Wir werden uns dafür einsetzen, dass sich der Anteil der Beschäftigten mit Migrationshintergrund bei der Stadtverwaltung signifikant erhöht. Als erster Schritt sollen diejenigen, die befristet beschäftigt sind, in unbefristet beschäftigte Verhältnisse übernommen werden. Zu einer modernen Verwaltung gehört auch eine Interkulturelle Öffnung der Verwaltung der Landeshauptstadt Kiel.

Nummern ziehen oder lange Wartezeiten auf Termine müssen der Vergangenheit angehören. Ebenso sollen komplizierte Anträge mit vielen Formularen oder langwierige Verwaltungsprozesse einfacher und überschaubarer für die Bürger*innen sowie auch für die Sachbearbeiter*innen in den Ämtern werden. Kompakte Online-Angebote mit Tipps und Hilfestellungen können hierbei die Bürokratie verschlanken und den Bürger*innen zeitaufwendige Behördengänge ersparen. Gerade in einer Studierendenstadt wie Kiel, in die jährlich viele junge Menschen zuziehen, sind innovative und nutzerfreundliche Behörden ein Vorteil. Gleichzeitig können dadurch frei gewordene Kapazitäten in den Behörden genutzt werden, um die Öffnungszeiten der Ämter zu flexibilisieren. Davon profitieren vor allem Berufstätige, die nur schwer die gewöhnlichen Behördenzeiten nutzen können. Eine digitale Verwaltung bedeutet außerdem auch eine papierlose Verwaltung und leistet einen Beitrag für umweltbewussteres Arbeiten in öffentlichen Einrichtungen.

Wir unterstützen die breite Einführung von E-Gouvernement-Modulen in der Stadtverwaltung. Damit kann die interne Arbeit der Verwaltung effizienter und durch das Angebot digitaler Dienstleistungen auch bürgerfreundlicher werden. Eine digitale Verwaltung kann aber nur technische Unterstützung einer modernen Verwaltung sein. Am Ende von Behördenentscheidungen müssen städtische Mitarbeiter*innen sitzen. Die komplette Umstellung der Ratsversammlung auf digitale Sitzungsunterlagen werden wir im Hinblick darauf nutzen, dass Informationen und politische Diskussionen noch transparenter für interessierte Bürger*innen werden.

Demokratie beginnt in der Kommune und muss heute mehr sein als die Teilnahme an Wahlen. Wir stehen für politische Teilhabe und Beteiligung in vielfältigen Formen. Die neu erarbeiteten Leitlinien für die Bürgerbeteiligung wollen wir im Alltag mit Leben erfüllen und die bestehenden Beteiligungsmöglichkeiten ausbauen und transparenter machen.

Die Ortsbeiräte sind wichtiges Verbindungsglied zu den Menschen in den Stadtteilen. Wir werden sie in ihren Handlungsmöglichkeiten stärken und mit einem eigenen Budget für Maßnahmen im Stadtteil ausstatten. Mit der Einführung des Jungen Rates haben wir eine aktive Interessenvertretung der Kinder und Jugendlichen, die wir besonders motivieren wollen, sich einzubringen. Wir wollen die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements fortsetzen, so zum Beispiel das Förderprogramm „Gemeinsam Kiel gestalten“. Grundlage für jede Teilhabe ist eine verständliche Verwaltungskommunikation. Deshalb wollen wir, dass die Schreiben und Informationsangebote der Stadt in einer einfach verständlichen Sprache gehalten werden.

Kiel ist Herz einer lebendigen und immer stärker verflochtenen Region. Als flächenarme Stadt ist Kiel auf eine enge Zusammenarbeit mit seinen Nachbarn angewiesen. Wir wollen die Arbeit der Kiel-Region GmbH unterstützen und die Kooperation mit den benachbarten Kreisen und Gemeinden weiter intensivieren. Gemeinsame Projekte wie die Umsetzung des Masterplans Mobilität wollen wir vorantreiben, neue Felder der Verwaltungskooperation identifizieren und uns bei wichtigen Themen wie Wohnungsbau, Gewerbeflächen, Schulentwicklung und Verkehr verbindlich mit dem Umland abstimmen.

Als weltoffene Hafenstadt profitiert Kiel von seinen weitverzweigten Verbindungen. Neben der Pflege der bestehenden Städtepartnerschaften wollen wir die neue Partnerschaft mit San Francisco und die bestehenden Kontakte nach China (Qingdao, Hangzhou) insbesondere nutzen, um Chancen für Kieler Unternehmen und Hochschulen zu eröffnen. Mit Aarhus wollen wir eine Städtepartnerschaft abschließen. Wir wollen, dass Kiel diese Kooperation aktiv voranbringt und zu einem Fluss der Ideen zwischen den Städten beiträgt. Die Kontakte zum Kieler Verein „The Bay Areas“ und zu den „San Francisco – Kiel Sister Committees“ sollen möglichst eng und direkt gehalten werden. In Fragen der Wirtschaft, der Stadtentwicklung, der Digitalisierung oder der Bildung sollen Konzepte und Erfahrungen aus der amerikanischen Metropole direkt in die Planungen in Kiel miteinfließen.

Zur Teilhabe aller Einwohner*innen in der Kommune können auch die Städtepartnerschaften und Freundschaften beitragen, um das interkulturelle Verständnis zu fördern und neue Perspektiven für die kommunale Arbeit zu eröffnen. Für derartige Aktivitäten sollen internationale Förderprogramme verstärkt genutzt werden.

Heute 11.12.18

SPD-Kiel
19:30 Uhr, Kreisvorstandssitzung ...

Morgen 12.12.18

SPD Kieler-Mitte
19:30 Uhr, Ortsbeirat Ravensberg/Brunswik/Düsternbrook ...

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